Pflegetermin im Herrngras in Moosbrunn

Mahd mit dem Balkenmäher © LPV
Fleißige Helfer*innen für Moor-Wiesenvögelchen und Sumpf-Gladiole © LPV
Dieser Bereich ist bereits zu dicht vergrast. © LPV
Mosaikartige Mahd von bereits zu stark verschilften Bereichen © LPV/Girsch
Rechen und Planen durften nicht fehlen! © LPV/Girsch
Teamwork beim Zusammenrechen des Mähguts. © LPV/Girsch
Herausschneiden von Gehölzen © LPV
Herausschneiden von Gehölzen © LPV/Girsch
Die Gehölze und das Mähgut wurden am Rand der Flächen deponiert. Die Überquerung der Wassergräben war dabei nicht immer einfach. © LPV/Girsch
Herausschneiden von Gehölzen © LPV
Mit dabei war auch Gerhard Hauser, ehemaliger Bürgermeister von Moosbrunn. © LPV/Girsch
Volle Action im Herrngras. © LPV/Girsch
Volle Action im Herrngras. © LPV/Girsch
Erfreuliche Endergebnisse - mosaikartig ausgemähte Bereiche © LPV

Elf Freiwillige waren beim bereits zweiten Pflegetermin dieses Jahres im Herrngras mit dabei. Nach einer kurzen Einführung zum Gebiet und speziell zum seltenen Moor-Wiesenvögelchen durch Biologin Irene, mähten wir zunächst eine im Vorjahr gemulchte Fläche mit dem Balkenmäher nach, rechten das Mähgut zusammen und deponierten es am Flächenrand.

Anschließend nahmen wir uns jene Flächen vor, auf denen das extrem seltene Moor-Wiesenvögelchen vorkommt - ein Tagfalter, der abgesehen vom Vorkommen in Moosbrunn österreichweit in den letzten Jahren nur noch an einem einzigen Standort in Vorarlberg nachgewiesen werden konnte. Der überwiegende Teil dieser Flächen ist mittlerweile stark verschilft und nicht mehr als Lebensraum für den Falter geeignet. Vor Start der Arbeiten bekamen wir Unterstützung vom Schmetterlings-Experten Martin Strausz, der die Falter in den letzten Jahren beobachtet hatte. Gemeinsam legten er und Irene im fachlichen Austausch fest, welche Bereiche tatsächlich gemäht werden sollten.

Dann ging es los: es war nicht einfach den Balkenmäher im buckeligen Gelände unter Kontrolle zu halten! Manuel, Mitarbeiter des Landschaftspflegevereins, musste sich mächtig ins Zeug legen. Gemeinsam rechten wir das Mähgut zusammen und transportierten es an die Flächenränder. Immer wieder mussten vor der Mahd kleine Gehölze entfernt werden. Um überwinternde Raupen nicht zu gefährden, wurden die Optimalflächen nur auf einem schmalen Wegerl betreten. Es wurden nur Teilflächen gemäht, die bereits zu stark verschilft oder mit einer zu dichten Streuschicht bedeckt sind. Die Entwicklung des Bestandes muss nun weiter beobachtet werden, um im nächsten Jahr weitere Maßnahmen festlegen zu können. Langfristiges Ziel ist es, durch Mahd und Entfernen des Mähguts das Schilf zurückzudrängen und die Lebensbedingungen für den Tagfalter wieder zu verbessern. So soll sich der Bestand wieder erhöhen und der Falter sich auch auf andere - durch unsere Maßnahmen dann wieder geeignete - Flächen ausbreiten.

Ganz besonders freuten wir uns über die Mithilfe von Gerhard Hauser (Bürgermeister von Moosbrunn im Ruhestand). Auch Günter Schätzinger (Umweltgemeinderat von Moosbrunn) und Norbert Sauberer (Schutzgebietsbetreuung NÖ) statteten uns einen Besuch ab.

Die Pflege-Maßnahmen im Herrngras in Moosbrunn werden von der Naturschutzstiftung Blühendes Österreich über das FLORA-Programm finanziell unterstützt. Sie finden in fachlicher Kooperation mit dem NÖ Schutzgebietsnetzwerk statt.

Alles zum letzten Pflegeeinsatz im Herrngras findes du hier.