Trotz leichten Regens am Morgen ließen sich die neun Mitarbeiter:innen der Allianz Elementar Versicherungs-AG aus der Abteilung Versicherungstechnik (Team Product Strategy & Pricing) nicht davon abhalten, zum Pflegeeinsatz am Hüterriegel in der Stadtgemeinde Bad Vöslau zu kommen. Gleich zu Beginn gab Irene Drozdowski, Biologin und Obfrau des LPV, den Teilnehmenden eine spannende Einführung in die Besonderheiten des Einsatzgebiets, das zum UNESCO-Biosphärenpark Wienerwald gehört und Teil des Europaschutzgebietes Wienerwald-Thermenregion ist. Auf den wertvollen Trockenrasen finden sich seltene Arten wie Große Kuhschelle (Pulsatilla grandis), Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila), Schwarzfleckiger Grashüpfer (Stenobothrus nigromaculatus) sowie zahlreiche Wildbienen und Gallwespen.
Noch bevor die Werkzeuge ausgeteilt wurden und die Entbuschungsarbeiten im markierten Einsatzbereich begannen, stieß Bürgermeister Christian Flammer zur Gruppe. Er begrüßte die Allianz-Mitarbeiter:innen herzlich in Bad Vöslau und bedankte sich für den engagierten Einsatz zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt. Im Anschluss entstand ein gemeinsames Gruppenfoto, das den Auftakt des Einsatztages festhielt.
Anschließend und nach einer kurzen Einführung zur Werkzeugsicherheit ging es mit großem Tatendrang an die Entbuschung der Trockenrasen-Wiederherstellungsfläche am Hüterriegel. Mithilfe von Astscheren und Sägen entfernten die Helfer:innen vor allem Ligustersträucher (Ligustrum vulgare), Blutroten Hartriegel (Cornus sanguinea) und Berberitzen (Berberis vulgaris), die sich als dichter Unterwuchs unter den Föhren (Pinus nigra) ausgebreitet hatten. Das Arbeitsgebiet wirkte auf den ersten Blick eher wie ein kleiner „Urwald“ als wie ein Trockenrasen, und zunächst schien die Aufgabe kaum zu bewältigen. Doch schon nach kurzer Zeit wurden die großartigen Erfolge sichtbar.
Diese Verbuschung ist eine Folge des über viele Jahre fehlenden Managements der Trockenrasenfläche. Die Entfernung des Unterwuchses ist, neben der Beweidung mit Ziegen, ein wichtiger Schritt bei der Wiederherstellung des wertvollen Lebensraums. Würden die Föhren ohne vorherige Entbuschung entfernt, würde die plötzlich erhöhte Lichtzufuhr ein noch stärkeres Aufkommen von Sträuchern begünstigen. Während Arten wie der Liguster entfernt wurden, blieben naturschutzfachlich wertvolle Gehölze wie die Flaumeiche (Quercus pubescens) erhalten, um weiterhin Lebens- und Rückzugsräume für zahlreiche Tierarten zu bieten.
Während des Pflegeeinsatzes kamen auch die Naturbeobachtungen nicht zu kurz. Wir konnten eine Larve der Europäischen Gottesanbeterin (Mantis religiosa), eine Blindschleiche (Anguis fragilis) sowie das Weibchen einer Smaragdeidechse (Lacerta viridis) aus der Nähe bewundern. Gerade pünktlich zur Mittagspause begann es relativ heftig zu regnen, doch der Regen hielt nicht lange an, sodass wir uns danach noch bis 16 Uhr weiter der Entbuschung widmen konnten.
Dank der tatkräftigen Unterstützung des Teams der Allianz Elementar Versicherungs-AG konnte an diesem Tag viel geschafft werden. Die Vorher-Nachher-Fotos zeigen eindrucksvoll, wie viel durch gemeinsames Anpacken erreicht werden kann. Wir bedanken uns recht herzlich bei Frau Nina Zeppenfeld und ihrem großartigen Team der Versicherungstechnik-Abteilung für ihren engagierten und wertvollen Einsatz zum Erhalt der biologischen Vielfalt in unserer Region. Ein besonderer Dank geht auch an die Stadtgemeinde Bad Vöslau für die gute Zusammenarbeit.
Dank ihrer Mithilfe sind die motivierten Mitarbeiter:innen der Allianz Elementar Versicherungs-AG nun schon seit mehreren Jahren ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region – unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an dem sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.
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Der Bericht wurde unter Mitarbeit von Ester Seidel, Praktikantin LPV, erstellt.

































