Nature Challenge 2026 am Symposion Lindabrunn

Gruppenfoto Expert:innen
Gemeinderätin begrüßt Naturinteressierte
Besucher:innen bei der Arena
Gruppenfoto
Biologin begrüßt Naturinteressierte
Exkursionsgruppe Tiere der Nacht
Naturinteressierte bestaunen Präparate
Biologin zeigt Exkursionsteilnehmer:innen Gewölle
Präparate von Gewöllen
Stand nachtaktive Tiere
Raupe des Großen Sackträgers
Naturinteressierte bei den Schafen
Schafe auf Trockenrasen
Nachtexkursion über das Symposion Lindabrunn.
Eier des Steirischen Fanghafts (Mantispa styriaca)
Blick über Trockenrasen auf Skulptur
Gruppenfoto Expert:innen
Expert:innen bauen Fledermausnetze auf
Expert:innen bauen Fledermausnetze auf
Expert:innen bauen Fledermausnetze auf
Expert:innen beim Aufbau der Leuchttürme.
Expert:innen warten auf Einbruch der Dunkelheit
Insekten-Leuchtturm
Schmetterlings-Experte
Eichenspinner (Lasiocampa quercus)
Gelbes Ordensband (Catocala fulminea)
Menschen bei Insekten-Leuchtturm
Steirischer Fanghaft (Mantispa styriaca)
Exkursionsteilnehmer:innen bei Leuchttuch
Italienische Schönschrecke (Calliptamus italicus)
Fledermausexpert:innen bei der Arbeit
Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus)
Gruppenfoto Exkursionsteilnehmer:innen am Freitagabend
Experte zeigt Raupen her
Japanischer Eichenseidenspinner (Antheraea yamamai)
Biolog:innen bei Leuchtturm
Stand des LPV mit Menschen
Blütenpracht auf Trockenrasen
Biolog:innen bei Stand
Fossilienstand
Fossilienfunde aus dem Steinbruch Lindabrunn.
Stände bei der Nature Challenge
Stand des Bücherflohmarkts Leobersdorf
Kinderstand
Naturmotive mit Kinderschminke
Expert:innen fangen Insekten mit Keschern
Junge mit Gottesanbeterin
Expertin mit Kamera
Familie beim Forschen
Biolog:innen betrachten Steinskulptur
Expertin bei Artbestimmung
Gemeiner Bienenkäfer (Trichodes apiarius)
Ammen-Dornfingerspinne (Cheiracanthium punctorium)
Expert:innen bei der Artbestimmung.
Frühlingsmistkäfer (Trypocopris vernalis)
Naturvermittlerin erzählt zur Geschichte
Schlingnatter (Coronella austriaca) auf Hand
Schlingnatter (Coronella austriaca) auf Hand
Expert:innen beim Forschen
Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis)
Team des LPV und Praktikant:innen
Gottesanbeterinnen (Mantis religiosa)
Rosafarbene Heuschrecke
Experte mit Kescher
Argus-Bläuling (Plebejus argus)
Schmetterling in der Hand
Bauchsammlerbiene (Megachilidae)
Gruppenfoto
Forscher:innen machen Fotos
LPV-Infostand
LPV-Infostand
Schmetterlingexpertin zeigt Schmetterling in Röhrchen
Schmetterlingexpertin mit Kescher
Segelfalter (Iphiclides podalirius)
Naturvermittler:in malt mit Kinderschminke
Naturvermittler:in malt mit Kinderschminke
Biologin redet mit Besucher
Biolog:innen mit Naturfunden
Fossilien-Stand
Biolog:innen beim LPV-Stand

Dieses Wochenende war es wieder so weit: zum dritten und letzten Mal ging die Lindabrunn Nature Challenge und damit das Fest der Natur am Symposion Lindabrunn über die Bühne. Mit einer Fläche von neun Hektar ist das Symposion Lindabrunn das größte zusammenhängende Trockenrasengebiet der südlichen Thermenlinie. Aufgrund seiner Lage am Alpenostrand ist das Gebiet nicht nur landschaftlich besonders eindrucksvoll, sondern beherbergt auch eine außergewöhnlich hohe Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Seit vielen Jahren arbeiten die Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn, der Landschaftspflegeverein, Schäferin Claudia Wolf sowie der Verein Symposion Lindabrunn eng zusammen, um diesen BiodiversitätsHotspot langfristig zu erhalten.

Auch dieses Jahr ging es bei der zweitägigen Lindabrunn Nature Challenge - Fest der Natur wieder darum, so viele Arten wie möglich im Gebiet zu beobachten, zu bestimmen und zu dokumentieren. Heuer waren 34 Expert:innen mit dabei, die an ihren pfirsichfarbenen T-Shirts gut zu erkennen waren. Das Design der T-Shirts stammte wieder von Fischi vom LPV-Team. Um die Artenvielfalt möglichst vollständig zu erfassen, waren die Expert:innen sowohl tagsüber als auch in der Nacht im Einsatz.

Die Nature Challenge 2026 begann am Freitagabend mit einem spannenden Nachtexkursions- und Forschungsprogramm. Gf. Gemeinderätin Elisabeth Zottl-Paulischin und LPV-Obfrau Irene Drozdowski  durften dabei erfreulicherweise 52 Teilnehmer:innen, darunter 15 Kinder, begrüßen. In drei Gruppen  - einer Familien- und zwei Erwachsenenexkursionen - wurden sie von den Biolog:innen des Landschaftspflegevereins in der Abenddämmerung und der lauen, windstillen Nacht über den Trockenrasen geführt. Um nachtaktive Insekten anzulocken, stellten die Expert:innen zahlreiche Leuchttürme auf. Zu den Funden des Abends zählten Steirischer Fanghaft (Mantispa styriaca), von dem außerdem drei große Gelege aus tausenden Eiern auf einer Skulptur entdeckt wurden, Rostflügelbär (Phragmatobia fuliginosa), Eichenspinner (Lasiocampa quercus), Berberitzeneule (Auchmis detersa), Gelbes Ordensband (Catocala fulminea), Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) und zahlreiche weitere Arten. Von den Fledermausexperten der KFFÖ (Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich) wurden Fledermaus-Fangnetze aufgespannt, darin verfingen sich viele Hirschkäfer (Lucanus cervus) sowie eine Breitflügelfledermaus (Cnephaeus serotinus), die nach der Vermessung durch die Fledermausexpertnnen und Bestaunen durch die anwesenden Naturinteressierten wieder freigelassen wurde. Von den Ultraschallaufnahmegeräten wurden zusätzlich Weißrandfledermaus (Pipistrellus kuhlii), Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus), Großer Abendsegler (Nyctalus noctula) und Alpenfledermaus (Hypsugo savii) erfasst. Die wissbegierigen Biolog:innen forschten noch bis in die späte Nacht hinein und die Gemeinde bedankte sich für das lange Durchhalten mit einer Einladung zu einem großzügigen Frühstück im Café Flair.

Am Samstag ging in der Früh bei leicht bewölktem Wetter mit einem vielseitigen Forschungs- und Festprogramm weiter. Überall am Trockenrasen waren forschende Biolog:innen und Naturinteressierte auf der Suche nach spannenden Tieren, Pflanzen und Pilze anzutreffen. Zum einfachen Dokumentieren der Funde wurde die frei zugängliche Forschungs-App iNaturalist verwendet. Es wurden auch einige Stände aufgestellt, einer mit Informationen über den Landschaftspflegeverein und die Forschungs-App iNaturalist, einer von Herrn und Frau Neitz zu den paläontologischen Funden aus der Region mit Exponaten aus dem Steinbruch neben dem Symposion sowie ein vielfältiges Kinderprogramm. Dort konnten Buttons gestaltet und ganz viel gebastelt werden. Außerdem konnten sich die Besucher:innen von unseren Naturvermittler:innen mit tollen Naturmotiven bemalen lassen. Auch der karitative Bücherflohmarkt Leobersdorf war mit einem Stand vertreten und lud zum Lesen ein. Die stündlichen Naturexkursionen am Nachmittag zu den Themen Schmetterlinge, Heuschrecken, Wildbienen, Raubfliegen und Pflanzen waren ebenfalls sehr gut besucht. Über den Tag hinweg wurden einige besondere Tiere gefangen, um sie für Besucher:innen leichter zugänglich zu machen und die jung und alt in Staunen zu versetzen. Darunter waren eine Schlingnatter (Coronella austriaca), eine Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa), ein Gemeiner Bienenkäfer (Trichodes apiarius) und eine Ammen-Dornfingerspinne (Cheiracanthium punctorium). Das Mittagessen gab es beim Vereinsgebäude des Vereins Symposion Lindabrunn, wo die Mitglieder des Vereins Symposion Lindabrunn die Teilnehmer:innen der Nature Challenge mit köstlichen Speisen und Getränken, bereit gestellt durch die Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn, versorgten. 

Zum gemeinsamen Abschluss der Lindabrunn Nature Challenge organisierte der LPV als Dankeschön für die wertvolle Arbeit der Expert:innen einen gemütlichen Grillabend hinter dem Vereinsgebäude des Vereins Symposion Lindabrunn mit Aussicht auf den Steinbruch und Blick auf den Pfarrkogel. Irene und Alex kümmerten sich ums Grillen von vegan bis Fleisch.   

Zu finden sind die gesammelten Daten in dem für die Nature Challenge angelegten iNaturalist-Projekt Symposion Lindabrunn. Den bisher hochgeladenen Daten zufolge wurden mit der Nature Challenge 2026 2.507 Beobachtungen von 810 verschiedenen Arten durch 193 Beobachter:innen zusätzlich erfasst. Die Gesamtartenzahl des Symposions konnte im Vergleich zu Anfang Juni 2026, als der Stand bei 1.832 Tier-, Pilz- und Pflanzenarten (bei rund 9.300 Beobachtungen) lag, auf die Zahl von 2.142 Arten (bei 11.875 Beobachtungen) gesteigert werden (Stand Abfrage 24.07.2026). Erstmals am Symposion nachgewiesen wurde z.B. die Ammen-Dornfingerspinne (Cheiracanthium punctorium). Wobei viele Funde noch gar nicht hochgeladen sind, weil sie zuerst in anstrengender Detailarbeit bestimmt werden müssen und mit Kameras und nicht mit dem Smartphone fotografiert wurden. Es sind also noch zahlreiche Ergänzungen zu erwarten.

Die Lindabrunn Nature Challenge 2026 fand in Kooperation von Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn, Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken und Verein Symposion Lindabrunn statt. Finanziert wird das Projekt mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union über das aktuelle LEADER-Programm. Wichtiger Partner im Projekt ist die LEADER-Region Triestingtal.

Der Bericht wurde unter Mitarbeit von Simon Wieser, Praktikant des Landschaftspflegevereins, erstellt.