Auch dieses Jahr unterstützten uns wieder drei Klassen der Volksschule Reisenberg mit großem Einsatz bei der Pflege der wertvollen Trockenrasen im Naturschutzgebiet Goldberg. Unter fachlicher Anleitung unserer Naturvermittler:innen entfernten die Kinder der 2., 3. und 4. Schulstufe zahlreiche Büsche und kleine Bäume, um wieder mehr Licht und Platz für die seltenen Trockenrasenarten zu schaffen.
Der ereignisreiche Vormittag begann mit einer spannenden Einführung in den Lebensraum Trockenrasen und die Bedeutung der Pflegearbeit. Nach einer sorgfältigen Einschulung in den richtigen und sicheren Umgang mit den Werkzeugen durften die Schüler:innen selbst Hand anlegen. Mit Astscheren und Sägen wurden vor allem die vielen Ausläufer der Feld-Ulme (Ulmus minor) sowie Blutroter Hartriegel (Cornus sanguinea) und Liguster (Ligustrum vulgare) zurückgeschnitten. Das Schnittgut wurde auf Planen gesammelt und im Team von der Fläche gebracht.
Während der Landschaftspflegearbeiten kamen auch spannende Naturbeobachtungen nicht zu kurz. Die gelb blühende Goldschopf-Aster (Galatella linosyris) zeigte sich in voller Blüte. Sie ist eine typische Pflanze sonniger, trockener Standorte und blüht im Spätsommer und Frühherbst. Ihre Blüten bieten zudem Nahrung für verschiedene Insekten. Auch Marienkäfer (Coccinellidae) zeigten sich und ließen sich zur Freude der Kinder auf die Hand nehmen und aus nächster Nähe betrachten.
Dank des großartigen Einsatzes der Schüler:innen waren rasch erste Ergebnisse sichtbar. Zum Abschluss ging sich sogar noch das Folien-Laufspiel aus, bei dem die Kinder ihr Wissen über die Tiere und Pflanzen des Trockenrasens spielerisch testen konnten, bevor es wieder zurück in die Schule ging.
Wir bedanken uns herzlich bei der Volksschule Reisenberg für die großartige Mithilfe und bei der Marktgemeinde Reisenberg für die Finanzierung des Pflegeeinsatzes.
Die Lehrer:innen und Schüler:innen der Volksschule Reisenberg sowie die Marktgemeinde Reisenberg sind ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region – unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an dem sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.
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Sandra Girsch, Landschaftspflegeverein














