Heute ging es für das Team des LPV zum Symposion Lindabrunn, wo die jährliche Pflegeaktion zum Erhalt der wertvollen Trockenrasenflächen anstand. Tatkräftige Unterstützung bekamen wir dabei auch dieses Jahr von zahlreichen Freiwilligen, darunter Bürgermeister Stefan Rabl und gf. Gemeinderätin Elisabeth Zottl-Paulischin von der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn sowie viele Helfer:innen des Vereins Symposion Lindabrunn. Insgesamt waren am Vormittag 26 und am Nachmittag 24 motivierte Trockenrasenpfleger:innen im Einsatz.
Nach der Begrüßung gab es eine spannende Einführung, bei der unsere Biologin Irene, Christine Schörkhuber (Obfrau des Vereins Symposion Lindabrunn) und unser Ökologe Alex die Geschichte und naturschutzfachliche Besonderheiten des Gebiets vorstellten.
Um diesen Lebensraum zu erhalten, der einst durch große Pflanzenfresser wie Mammuts und Wisente offengehalten wurde, braucht es heute Pflege durch den Menschen und Beweidung. Ohne diese Maßnahmen würden die Flächen verbuschen und viele licht- und trockenheitsliebende Arten verloren gehen.
Daher machte sich nach der Einführung eine Gruppe Freiwilliger daran, die zahlreichen Ausläufer des Blutroten Hartriegels (Cornus sanguinea) mit dem Krampen zu entfernen. Nur durch das vollständige Aushacken mitsamt den Wurzeln kann dieser hartnäckige Strauch nachhaltig zurückgedrängt werden. Eine weitere Gruppe beseitigte mithilfe von Bürgermeister Stefan Rabl und seiner Motorsäge junge Schwarzföhren (Pinus nigra) am Rand der Fläche. Die übrigen Teilnehmenden waren mit Astscheren ausgestattet und kümmerten sich um den Rückschnitt aufkommender Gehölze wie kleiner Schwarzföhren, Liguster (Ligustrum vulgare), Hartriegel und einzelnen Eichen. Das anfallende Schnittgut wurde auf Planen gesammelt und in gemeinsamer Arbeit von den Flächen abgetragen. Auf den freigemachten Flächen finden die seltenen Trockenrasenarten künftig wieder mehr Platz und Licht.
In der wohlverdienten Mittagspause gab es eine köstliche Verpflegung mit Schnitzel- und Bärlauchsemmeln, selbstgebackenem Kuchen sowie frischem Kaffee. Nach dieser hervorragenden Stärkung ging es motiviert in den nicht weniger arbeitsreichen Nachmittag, bei dem nochmal ordentlich gehackt, geschnitten und gesägt wurde. Zudem freuten wir uns über eine Blindschleiche (Anguis fragilis), die aus nächster Nähe beobachtet werden konnte.
Dank der engagierten Unterstützung aller Beteiligten konnte wieder ein wertvoller Beitrag zur Bewahrung der Biodiversität und zum Erhalt dieses einmaligen Kunst- und Naturraums geleistet werden. Ein besonderer Dank gilt dabei allen Helfer:innen, insbesondere der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn sowie dem Verein Symposion Lindabrunn für die gute Kooperation.
Die Pflegemaßnahmen fanden in Kooperation von Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn, Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken und Verein Symposion Lindabrunn statt. Finanziert wird der Pflegetermin im Rahmen des Projektes Biologische Vielfalt erleben-erforschen-erhalten mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union über das aktuelle LEADER-Programm. Wichtiger Partner im Projekt ist die LEADER-Region Triestingtal.
Die genannten Beteiligten sind ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region – unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an der sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.
Werde auch Du Teil unseres Netzwerks und schau bei unseren zahlreichen Exkursionen und Pflegeterminen vorbei. Nähere Infos findest Du hier.
Der Bericht wurde unter Mitarbeit von Catalina Herrmann, Praktikantin LPV, erstellt.




































