Heute ging es für 58 Schüler:innen der 3c, 4a und 4b der Volksschule Bad Vöslau zur Helenenhöhe in Bad Vöslau. Ausgerüstet mit Astscheren und Sägen legten sich die Klassen für die wertvollen Trockenrasen vor ihrer Haustür ins Zeug. Fachlich angeleitet wurden sie dabei von unseren Naturvermittler:innen.
Zu Beginn des spannenden Vormittags vermittelten unsere Biolog:innen den Kindern Wissenswertes über den Lebensraum Trockenrasen, seine besonderen Tier- und Pflanzenarten und die Notwendigkeit der Pflegearbeiten. Nach einer sorgfältigen Einschulung in den sicheren Umgang mit den Werkzeugen ging es mit viel Motivation und Begeisterung ans Werk. Mit Astscheren entfernten die Schüler:innen Liguster (Ligustrum vulgare), Blutroten Hartriegel (Cornus sanguinea) und andere Kleingehölze, um die Trockenrasenflächen zu vergrößern und mehr Platz für die charakteristischen Arten dieses wertvollen Lebensraums zu schaffen. Auch einzelne kleine Föhren (Pinus nigra) wurden mit der Säge geschnitten. Das Pflanzenmaterial wurde auf Planen gesammelt und später gemeinsam an den Flächenrand getragen.
Während der Arbeiten konnten auch einige Naturbesonderheiten entdeckt werden. Besonders interessant war die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens), deren leuchtend blaue Hinterflügel erst im Flug sichtbar werden. Auf den warmen, offenen Trockenrasen in Bad Vöslau findet sie ideale Lebensbedingungen. Auch eine vor kurzem geschlüpfte Gottesanbeterin (Mantis religiosa) konnten wir entdecken, eine ungewöhnliche Beobachtung, da die Jungtiere normalerweise bereits im Frühjahr schlüpfen.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Schüler:innen und Lehrer:innen für ihren engagierten Einsatz!
Die Trockenrasen-Pflegetage finden in Kooperation des Landschaftspflegevereins mit der Stadtgemeinde Bad Vöslau statt und werden durch die Stadtgemeinde Bad Vöslau mitfinanziert.
Die Schüler:innen und Lehrer:innen der Volksschule Bad Vöslau und die Stadtgemeinde Bad Vöslau sind ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an der sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.
Die Beweidung der Wiederherstellungsflächen 2026-2028 wird im Rahmen des Projektes „Weidelandschaften an der Thermenlinie“ über WIN#Landwirtschaft – eine Initiative der BILLA-Naturschutzstiftung Blühendes Österreich in Kooperation mit BirdLife Österreich und Impact Hub Vienna – über Pfandspenden bei BILLA und BILLAplus finanziert.
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Sandra Girsch, Landschaftspflegeverein

















