Umweltbaustelle Vielfalt am Alpen-Ostrand in Pfaffstätten

Teilnehmer*innen, Projektleiter*innen und freiwillige Helfer*innen bei der Umweltbaustelle in Pfaffstätten © Christine Schäffer
Aufbau der Feldbetten in der Sportunion Pfaffstätten © Christine Schäffer
Bei einer Exkursion durch das Gebiet erfuhren wir Spannendes über die Trockenrasen. © Christine Schäffer
Feldmannstreu - eine Besonderheit der Trockenrasen © Christine Schäffer
"Gemörteltes" Nest der Schwarzen Mörtelbiene, mittig im Bild © Christine Schäffer
Mit einem leckeren Bio-Frühstück startete unser erster Arbeitstag. © Christine Schäffer
Werkzeug © Christine Schäffer
Los geht's! © I. Drozdowski/LPV
Manche Sträucher wurden geschnitten. © I. Drozdowski/LPV
Manche Sträucher wurden ausgehackt. © I. Drozdowski/LPV
Erste Erfolge stellten sich schnell ein. © I. Drozdowski/LPV
Fotoshooting © Tuna Stieber
Weitere Erfolge schlossen sich an. © Christine Schäffer
Jause im Schatten © I. Drozdowski/LPV
Mittagsschläfchen © I. Drozdowski/LPV
Abendessen beim Heurigen Strasser © I. Drozdowski/LPV
Neuer Tag, neues Glück © Jennifer Fischer
Motiviert auch am zweiten Tag © I. Drozdowski/LPV
Kurz posieren © I. Drozdowski/LPV
Abtransport des Schnittguts von der Fläche © I. Drozdowski/LPV
Gasleitungshügel vorher © Christine Schäffer
Gasleitungshügel vorher © I. Drozdowski/LPV
Gasleitungshügel nachher © I. Drozdowski/LPV
Gasleitungshügel vorher © I. Drozdowski/LPV
Gasleitungshügel nachher © I. Drozdowski/LPV
Es gab viel zu entdecken - Eichengallen © Christine Schäffer
Blauflügelige Ödlandschrecke © Jennifer Fischer
Gottesanbeterin © Christine Schäffer
Gelb-Lauch © Jennifer Fischer
Nachtexkursion mit Leuchtturm © A. Mrkvicka/LPV
Wolfsmilchschwärmer am Leuchtturm © Jennifer Fischer
Wolfsmilchschwärmer auf der Hand © Jennifer Fischer
Wolfsmilchschwärmer © Christine Schäffer
Schnakenmännchen © Christine Schäffer
Es gab viel zu sehen. © Christine Schäffer
Ab ins Schwimmbad © Christine Schäffer
Thermalbad Bad Vöslau © Christine Schäffer
Der Hitze entfliehen © Christine Schäffer
Beachvolleyball © Jennifer Fischer
Im Eisgeschäft © Christine Schäffer
Grillabend mit Lammfleisch vom Bioschafhof Sonnleitner © Christine Schäffer
Grillabend-Vorbereitung © Christine Schäffer
Grillabend © Christine Schäffer
Zusammenrechen © Christine Schäffer
Götterbäume wurden geringelt. © Christine Schäffer
Smaragdeidechse © Tuna Stieber
Smaragdeidechse © Christina Schäffer
Die Felsenbirne wurde mit Folie abgedeckt um die Wurzeln zum Absterben zu bringen. © I. Drozdowski/LPV
Perfekte Aussicht © I. Drozdowski/LPV
Abtransport des Schnittguts © Christine Schäffer
Pause © Christine Schäffer
Fotoshooting © Tuna Stieber
Schäfer Erich Frank vom Bioschafhof Sonnleitner erklärte uns die Naturschutzbeweidung. © I. Drozdowski/LPV
Schäfer Erich Frank © I. Drozdowski/LPV
Schäfer Erich Frank © I. Drozdowski/LPV
Schäfer Erich Frank © I. Drozdowski/LPV
Krainer Steinschafe © Christine Schäffer
Großheurigen in Pfaffstätten © Christine Schäffer
Abschluss der Umweltbaustelle beim Großheurigen © Christine Schäffer

2018 wurde erstmals vom Österreichischen Alpenverein Sektion Alpenverein Austria in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverein die Umweltbaustelle „Vielfalt am Alpenostrand" in Pfaffstätten organisiert und durchgeführt. Von Sonntag, den 5. August 2018 bis Samstag, den 11. August 2018 pflegten wir, das heißt sieben Teilnehmer*innen gemeinsam mit den drei Projektleiter*innen und weiteren Freiwilligen, bei sehr heißem Sommerwetter die Trockenrasen im Naturschutzgebiet Glaslauterriegel-Heferlberg-Fluxberg. Die Trockenrasen an der Thermenlinie sind ein Hot-Spot der Biodiversität in Österreich, aber heutzutage durch Verbuschung und Verwaldung bedroht. Ziel der Umweltbaustelle war es, die bestehenden Trockenrasenflächen zu vergrößern bzw. nach Möglichkeit zu verbinden, den Untergrund vor einer folgenden Rodung freizumachen und künftige Trockenrasen- und Weideflächen zu schaffen.

Zum Start der Umweltbaustelle trafen wir am Sonntag, den 5. August in Pfaffstätten ein. Als Unterkunft diente uns die Sportunion Pfaffstätten. Dort wurden wir von den drei ProjektleiterInnen Andreas, Irene und Manuel begrüßt. Nach dem gemeinsamen Aufbau der Feldbetten, auf denen wir in der kommenden Woche schlafen würden und einem ersten Kennenlernen, ging direkt los zu einer Gebietsexkursion durch das Naturschutzgebiet. Dabei lernten wir von Irene und Manuel Wissenswertes über die Fauna und Flora der Trockenrasen, sowie über die Wichtigkeit der Pflegemaßnahmen, die wir in den folgenden Tagen durchführen sollten.  

Nach der anfänglichen Kennenlernphase wuchsen wir schnell zu einer äußerst netten, motivierten, zuverlässigen und hilfsbereiten Gruppe zusammen. Aufgrund der Hitze waren wir uns einig, unsere Arbeitstage bereits um 6 Uhr zu beginnen und um 14 Uhr zu beenden. Wir arbeiteten an vier Tagen (Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag) und gaben trotz Temperaturen von weit über 30 Grad im Schatten unser Bestes. Die Hauptarbeit bestand im Schneiden bzw. Aushacken von Gehölzen. Das Schnittgut sammelten wir zunächst auf großen Planen und transportierten es anschließend von der Fläche ab. Zusätzlich ringelten wir Götterbäume und deckten einige Felsenbirnen, die nicht wieder austreiben sollen, weil sie sonst zu dicht stehen und den Trockenrasen zu stark beschatten, mit schwarzer Folie ab. Die Betreuer*innen des Landschaftspflegevereins leiteten die Arbeiten fachlich an. Für jeden gab es die passende Arbeit und auch die Pausen im kühlen Schatten kamen nicht zu kurz.

Die verbleibende Freizeit nutzten wir aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen meist für den Besuch im Schwimmbad, es wurde Beachvolleyball gespielt, Eis gegessen oder einfach nur gemütlich ausgespannt. Bei einer öffentlichen Nachtführung des Landschaftspflegevereins am Dienstagabend im Gebiet nahmen alle Projektteilnehmer*innen teil und so lernten wir Fledermäuse und viele nachtaktive Insekten kennen, wie etwa den Wolfsmilchschwärmer, der sich ausgiebig betrachten ließ. Den freien Tag am Mittwoch verbrachten wir, nach einem Pressetermin am frühen Vormittag, ganztägig im Freibad in Bad Vöslau. Als Abschluss der Woche konnten wir Schäfer Erich Frank am Freitag Nachmittag bei seiner Herde besuchen und Interessantes zu seiner Tätigkeit sowie den Krainer Steinschafen erfahren. Dies zeigte uns sehr anschaulich und direkt, warum wir in den Tagen davor Flächen für das Aufstellen des Weidezaunes geschaffen haben und wie die Schafe die Trockenrasen beweiden.

Für die Verpflegung standen uns eine voll ausgestattete Küche sowie ein Griller zur Verfügung. Gefrühstückt wurde auf der Terrasse der Sportunion, das Mittagessen bestand aus einer kalten Jause mit viel Obst und Gemüse und wurde auf der Arbeitsfläche verzehrt. An zwei Abenden grillten wir selbst, an den anderen genossen wir das Abendessen auf Einladung der Marktgemeinde Pfaffstätten bei Heurigenlokalen im Ort. Zum Grillen und für Frühstück und Jause verwendeten wir, soweit möglich, ausschließlich regionale Bio-Lebensmittel sowie Produkte vom Bioschafhof Sonnleitner, dessen Schafbeweidung die Trockenrasen im Gebiet erhält. Sogar die drei Vegetarier unter uns ließen sich das Schaffleisch nicht entgehen.

Die Gemeinde Pfaffstätten unterstützte das Projekt sehr großzügig und zeigte auch persönlich großen Anteil daran. Sowohl Bürgermeister Christoph Kainz als auch Umweltgemeinderat Günter Wurzer waren mehrfach persönlich anwesend und bedankten sich bei den TeilnehmerInnen für deren freiwilligen Einsatz.

Die Umweltbaustelle fand ihren Ausklang beim Großheurigen in Pfaffstätten, wo wir in gemütlicher Runde noch einmal Resümee zogen und mit einem Gläschen Wein auf eine erfolgreiche Woche anstoßen konnten.

Sandra, Teilnehmerin der Umweltbaustelle

Die Umweltbaustelle "Vielfalt am Alpen-Ostrand" wird vom Österreichischen Alpenverein, Sektion Alpenverein Austria in Kooperation mit dem Lanschaftspflegeverein und der Gemeinde Pfaffstätten durchgeführt. Weitere Partner sind der Naturschutzbund NÖ, die Grundeigentümer und der Biosphärenpark Wienerwald. Die Trockenrasenpflege in Pfaffstätten wird von der Naturschutzstiftung Blühendes Österreich über das FLORA-Programm finanziell unterstützt.