Rose, Veilchen, nasser Hund oder Wanze - manche Düfte oder Duftkombinationen von Blüten überraschen. Einen ungewöhnlichen Zugang zur heimischen Pflanzenwelt präsentiert uns die „Pflanzennase“ Marie-Louise Oschatz am 2. Juni von 17 bis 20 Uhr am Symposion Lindabrunn und wird uns mit ihrem Fachwissen zu Pflanzen und deren oft unerwarteten Düften zu eigenen Geruchs-Entdeckungen anregen.
Erst seit rund 40 Jahren wird das Riechen in der Forschung ernsthaft untersucht. Mit etwa 350 Rezeptoren in 200.000 Riechzellen ist die Nase ein noch viel sensibleres Werkzeug als das Auge und wer sein Gehirn gut schult, kann Gerüche präzise erkennen – ähnlich wie wir Buchstaben lesen oder Musikstücke wiedererkennen können.
Marie-Louise Oschatz erkannte den Wert der Düfte für die Bestimmung von Pflanzen früh und erforscht seit 25 Jahren mit ihrer Nase die heimische Flora. Unter anderem untersuchte und beschrieb sie für die 4. Auflage der Exkursionsflora für Österreich systematisch die Düfte heimischer Pflanzen – ein ganz neuer Zugang zur Pflanzenbestimmung.
Anders als künstliche Düfte, die stets gleich sind, können Pflanzen in unterschiedlichen Blühphasen oder zu unterschiedlichen Tageszeiten ganz verschieden duften. Auch Standort, Wetter und Lichtverhältnisse beeinflussen die Düfte.
All dies und noch viel mehr lässt sich am 2.6. unter der fachkundigen Anleitung von Marie-Louise Oschatz bei einem Spaziergang über das Symposion selbst erriechen.
Treffpunkt: Parkplatz beim Symposion an der Hernsteinerstraße (https://maps.app.goo.gl/EczgSnrVy7QUyLpX8)
Dauer: ca. 3 Stunden, 17:00 - 20:00
Bitte mitbringen: feste Schuhe


