Für insgesamt 109 Schüler:innen der 2a, 2b, 3a, 3b, 4a und 4b der Volksschule Enzesfeld-Lindabrunn ging das LEADER-Projekt „Biologische Vielfalt erleben-erforschen-erhalten“ in diesen Tagen in die zweite Runde. Begleitet von unseren Naturvermittler:innen und ausgestattet mit Tablets sowie der Naturforschungs-App „iNaturalist“ wurden die Kinder nun an das Forschen im Freiland herangeführt. Für besondere Begeisterung sorgten zudem die spannenden Stationen von Schmetterlingsexperte Peter Buchner (NHM Wien) und Wildbienenexpertin Alice Laciny (Universität Wien), die den Kindern faszinierende Einblicke in die Welt der Insekten vermittelten.
Während der dreistündigen Exkursion am Symposion Lindabrunn erfuhren die Schüler:innen zunächst Spannendes über die Geschichte der Trockenrasen sowie darüber, warum und wie Schafe durch ihre Beweidung wertvolle Naturschutzarbeit leisten. Anschließend ging es ans Forschen. Ausgerüstet mit Schul-Tablets erkundeten die Kinder die Trockenrasen auf der Suche nach Pflanzen. Mit großer Begeisterung fotografierten sie die vielfältige Flora und luden ihre Beobachtungen in die Naturforschungs-App „iNaturalist“ hoch, um die Arten zu bestimmen und zu dokumentieren.
Danach wurde die Tierwelt genau unter die Lupe genommen. Die Becherlupensuche machte besonders viel Spaß. Dabei konnten Trauerrosenkäfer (Oxythyrea funesta), Feldgrillen (Gryllus campestris), Warzenbeißer (Decticus verrucivorus), Frühlingsmistkäfer (Trypocopris vernalis), Veränderliche Krabbenspinnen (Misumena vatia) und verschiedene Bläulinge (Lycaenidae) beobachtet und erfasst werden. Den richtigen Umgang mit der App hatten die Schüler:innen bereits in vorangegangenen Workshops erlernt.
Bei den Forschungsstationen unserer Entomolog:innen Peter Buchner und Alice Laciny erfuhren die Kinder spannende Fakten über Schmetterlinge und Wildbienen. An der Wildbienenstation konnten sie Präparate verschiedenster Wildbienenarten aus nächster Nähe betrachten. Besonders beeindruckt waren die Schüler:innen von den enormen Größenunterschieden – von winzigen, nur wenige Millimeter großen Arten bis hin zu den größten heimischen Wildbienen. Dass es allein in Österreich 699 Wildbienenarten gibt, sorgte zusätzlich für Staunen.
An der Schmetterlingsstation waren dann Mustererkennung und genaues Hinschauen gefragt. Anhand von Fotos versuchten sie, verschiedene Schmetterlingsarten zu bestimmen. Diese Aufgabe erwies sich als gar nicht so einfach, da viele Arten auf den ersten Blick sehr ähnlich aussehen. Umso erfreulicher war, dass die Kinder zahlreiche Arten richtig erkennen konnten und dabei einige neue Schmetterlingsarten kennenlernten.
Die Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn sowie die Schüler:innen und Lehrer:innen der Volksschule Enzesfeld-Lindabrunn sind ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an dem sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.
Das Projekt findet in Kooperation von Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn, Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken und Verein Symposion Lindabrunn statt. Finanziert wird das Projekt mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union. Wichtiger Partner ist die LEADER-Region Triestingtal.
Du möchtest die faszinierende biologische Vielfalt des Symposions selbst erkunden? Dann komm vorbei bei der Nature Challenge am 17. und 18. Juli! Weitere Infos findest du hier.
Sandra Girsch, Landschaftspflegeverein


































