Biologische Vielfalt erleben-erforschen-erhalten – Pflege Hangtrockenrasen Leobersdorf

LMF-Lehrlinge mit Krampen und Säge
Gruppenfoto
Lehrlinge bei Trockenrasenpflege
Lehrlinge mit Krampen
Lehrling mit Säge
Lehrling bei Trockrasenpflege
Biologe auf Trockenrasen
LEADER-Regionslogo
Lehrlinge bei Trockenrasenpflege
Lehrlinge pflegen Hangtrockenrasen
Lehrling mit Krampen
Lehrling auf Trockenrasen
Lehrlinge auf Trockenrasen

Heute waren neun Lehrlinge der Leobersdorfer Maschinenfabrik (LMF) gemeinsam mit unseren Biologen Norbert und Luca auf dem Hangtrockenrasen in Leobersdorf im Einsatz. Mit viel Motivation und Tatkraft setzen sie sich für den Erhalt dieses wertvollen Lebensraums direkt vor ihrer Haustür ein. 

Zu Beginn erhielten die Lehrlinge eine Einführung in die Entstehungsgeschichte des Hangtrockenrasens und lernten einige seiner besonderen Bewohner kennen. Die trockenen, nährstoffarmen Böden und die starke Sonneneinstrahlung schaffen ideale Bedingungen für zahlreiche spezialisierte Arten. Im Frühjahr setzen beispielsweise die Große Kuhschelle (Pulsatilla grandis) und das Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) farbenfrohe Akzente, während im Herbst die Goldschopf-Aster (Galatella linosyris) Insekten Nektar und Pollen bietet. Wildbienen wie die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) und die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) profitieren von dieser Blütenvielfalt. Zwischen den Steinen finden wärmeliebende Reptilien wie die Smaragdeidechse (Lacerta viridis) und die Äskulapnatter (Zamenis longissimus) geeignete Sonnenplätze und Verstecke.

Damit diese Artenvielfalt langfristig erhalten bleibt, machten sich die Lehrlinge sogleich ans Werk. Nach einer Einschulung in den sicheren Werkzeuggebrauch machten sie sich daran, aufkommende Gehölze wie Liguster (Ligustrum vulgare), Blutroten Hartriegel (Cornus sanguinea), junge Ahorntriebe (Acer sp.) und vereinzelte Weißdornsträucher (Crataegus sp.) mit Sägen und Astscheren zurückzuschneiden und mit Krampen auszuhacken. Dadurch werden die Trockenrasenflächen wieder deutlich offener. Außerdem schnitten die motivierten Helfer:innen einen Korridor, der zuvor getrennte Offenflächen miteinander verbindet. Diese Vernetzung erleichtert es bestimmten Arten, zwischen geeigneten Lebensräumen zu wechseln und neue Flächen zu besiedeln.

Zwischendurch besuchte auch Jasmin Narbeshuber, geschäftsführende Gemeinderätin und Umweltgemeinderätin, den Pflegeeinsatz und bedankte sich bei allen Helfer:innen für ihr Engagement. Die Lehrlinge der LMF übertrafen mit ihrem Einsatz, ihrem Teamgeist und ihrer sichtbaren Freude an der gemeinsamen Arbeit unsere Erwartungen. Sie leisteten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Leobersdorf.

Der Pflegeeinsatz ist Teil des LEADER-Projekts „Biologische Vielfalt erleben-erforschen-erhalten" und findet in Kooperation von Marktgemeinde Leobersdorf und Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken statt. Finanziert wird das Projekt mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union. Wichtiger Partner ist die LEADER-Region Triestingtal.

Die Lehrlinge der Leobersdorfer Maschinenfabrik (LMF) sowie die Marktgemeinde Leobersdorf sind ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an dem sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.

Werde auch Du Teil unseres Netzwerks und schau bei unseren zahlreichen Exkursionen und Pflegeterminen vorbei. Nähere Infos findest Du hier.

Norbert Elek und Sandra Girsch, Landschaftspflegeverein