Am heutigen Samstag sorgte ein ungewöhnliches Szenario auf der Perchtoldsdorfer Heide für Aufmerksamkeit: Drei Naturvermittlerinnen des LPV wirkten desorientiert, blutend und sichtlich geschwächt – ein Anblick, der zahlreiche Spaziergänger innehalten ließ. Was auf den ersten Blick wie ein Notfall erschien, war jedoch, beruhigenderweise, nur Teil einer Übung: Im Rahmen eines achtstündigen „Erste Hilfe Outdoor“-Trainings, durchgeführt gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz, wurden häufige Notfälle unter freiem Himmel simuliert.
Nach einer theoretischen Einführung in den Räumlichkeiten der ÖRK-Stelle in Perchtoldsdorf und einer Schulung in Reanimation an Puppen ging es für die Teilnehmerinnen ins Grüne. Entlang der Wanderstrecke zur Franz-Ferdinand-Hütte absolvierten das LPV-Team und weitere Teilnehmerinnen mehrere Stationen, an denen sie fiktive Knochenbrüche, Unterzuckerung oder blutende Wunden versorgten. Das Training setzte bewusst auf anschauliche Szenen, um sowohl die Berührungsängste abzubauen, aber auch die Wahrnehmung und Reaktionsgeschwindigkeit zu stärken – alles Fähigkeiten, die bei der Arbeit in der Natur und mit Menschen unterschiedlichen Alters entscheidend sind. Für die Szenarien kam neben schauspielerischer Begabung sogar Bühnen-Make-up zum Einsatz.
Ziel der Übung war es, die Naturvermittlerinnen fachlich wie mental auf den Ernstfall vorzubereiten, sodass sie in kritischen Situationen ruhig und sicher handeln können. Da das LPV-Team regelmäßig mit Schulklassen arbeitet, ist es für den Verein besonders wichtig, dass es auch bei Verletzungen oder gesundheitlichen Problemen sicher reagieren kann und in Erster Hilfe gut geschult ist. Da Adriana, Valeria und Hanna bei unserem letzten Erste-Hilfe-Kurs mit der Bergrettung nicht dabei waren, mussten sie diesen nun nachholen.
Adriana Lembke, Landschaftspflegeverein






