Trockenrasenpflege im ND Iriswiese in Bad Fischau-Brunn

Freiwillige Helfer:innen mit Krampen
Helfer:innen tragen Plane mit Schnittgut
Große Kuhschellen (Pulsatilla grandis) vor Freiwilligen
Freiwilliger mit Astschere
Freiwillige mit Astschere
Biologe zieht Schnittschutz-Hose an
Freiwillige tragen Plane
Praktikant bei der Landschaftspflege
Große Kuhschellen (Pulsatilla grandis)

Nach der Pflege am Blumberg (zum Bericht geht es hier) ging es am Nachmittag frisch gestärkt in Richtung Naturdenkmal Reden - Iriswiese in Bad Fischau-Brunn. Erfreulicherweise wurde das Team des LPV diesmal von drei Anwohner:innen unterstützt, sodass wir uns mit insgesamt 16 Helfer:innen und viel Motivation auf den Weg machten. Da die Iriswiese nur unweit unseres Einsatzortes vom Vormittag liegt, fiel die Anreise angenehm kurz aus. Am Fuß des Berges angekommen, packten wir unsere Krampen, Astscheren und die Motorsäge aus und erreichten nach einem kurzen Spaziergang den schönen, artenreichen Trockenrasen mit seinem wunderbaren Ausblick.

Diese offene Landschaft ist ein besonderer Lebensraum, der von hohen Temperaturen und Trockenheit geprägt ist. Ohne regelmäßige Pflege würde die Fläche jedoch nach und nach verbuschen und damit ihren einzigartigen Charakter verlieren. Unsere Aufgabe bestand daher auch an diesem Nachmittag darin, durch das gezielte Entfernen von Gehölzen die Offenheit der Iriswiese zu bewahren und so ihren Artenreichtum langfristig zu erhalten und zu fördern.

Dazu wurde vor allem der sich ausbreitende Liguster (Ligustrum vulgare) zurückgeschnitten und mit dem Krampen samt Wurzeln ausgegraben, um einer weiteren Verbuschung entgegenzuwirken. Gleichzeitig schufen wir dadurch wieder mehr Raum und Licht für charakteristische Arten wie den Felsen-Kreuzdorn (Rhamnus saxatilis), der wieder ungehindert wachsen kann. Auch eine Steinweichsel (Prunus mahaleb) musste weichen, doch deren Holz konnte glücklicherweise noch weiterverwendet werden, denn alle Anwesenden durften sich ein Stück des wohlriechenden Baumes mit nach Hause nehmen.

Wie am Blumberg blühten auch auf der Iriswiese bereits einige Kuhschellen (Pulsatilla grandis) und die ersten Insekten, vor allem Honigbienen (Apis mellifera), besuchten die schön anzusehenden violetten Blüten mit den auffällig gelben Staubblättern gerne auf ihrer Nahrungssuche. Ebenso wie wir genossen auch die jungen Smaragdeidechsen (Lacerta viridis) die nachmittägliche Sonne und ließen sich von unserer Arbeit nicht beim Sonnenbaden stören. Ein besonderes Highlight waren außerdem die zahlreichen Gehäuse einiger an trockene Verhältnisse angepasster Schneckenarten, wie etwa jene der Zebraschnecke (Zebrina de­tri­ta), die den Boden stellenweise durch ihre ausgeblichenen Schalen auffällig weiß gesprenkelt erscheinen ließen.

Als sich der Tag langsam dem Ende zuneigte und wir noch einen letzten Blick auf den wunderbaren Sonnenuntergang werfen durften, der von der Iriswiese besonders gut zu beobachten war, machten wir uns schließlich wieder auf den Heimweg.  

Wir bedanken uns vielmals bei allen freiwilligen Helfer:innen für ihren wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in Bad Fischau-Brunn!

Die freiwilligen Helfer:innen sowie die Marktgemeinde Bad Fischau-Brunn sind ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an der sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.

Werde auch Du Teil unseres Netzwerks und schau bei unseren zahlreichen Exkursionen und Pflegeterminen vorbei. Nähere Infos findest Du hier.

Der Bericht wurde unter Mitarbeit von Niklas Wetzel, Praktikant LPV, erstellt.