Blütenreiche Steppe - Naturführung auf der Gießhübler Heide

Hauhechel-Bläuling. © Peter Stöckl
Gemeinsam mit unseren Biolog*innen entdeckten die rund 20 Teilnehmer*innen im Rahmen der zweistündigen Führung zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen. © Peter Stöckl
Wiener Nachtpfauenauge. © Peter Stöckl
Schäferin Christa Veits erzählte mehr zur Beweidung mit ihren Schafen. Neben der regelmäßigen Entbuschung ist die Beweidung für die Erhaltung der wertvollen Flächen von großer Bedeutung! © Peter Stöckl
Wolfsmilchschwärmer. © Peter Stöckl
Trockenrasen sind uralte Lebensräume. Früher wurden sie von Mammuts offen gehalten. © Peter Stöckl
Brand-Knabenkraut. © Peter Stöckl
Feldhasen auf der Gießhübler Heide. © Peter Stöckl
Wolfsmilchschwärmer. © Peter Stöckl
Hauhechel-Bläuling auf Wiesen-Salbei. © Peter Stöckl
Schmalbienen-Nester am Wegesrand. © Peter Stöckl
Wiener Nachtpfauenauge. © Peter Stöckl
Die Schafe sind für die Erhaltung der Gießhübler Heide von großer Bedeutung! © Peter Stöckl

Nach dem tollen Pflege-Einsatz im März begaben wir uns heute auf eine spannende Entdeckungsreise zu den Naturbesonderheiten auf der Gießhübler Heide. Die Gießhübler Heide ist eine sehr wertvolle ehemalige Hutweidefläche, die seit den 1990er-Jahren wieder beweidet wird. Auf den Trockenrasen gibt es Raritäten wie Zwerg-Schwertlilie, Große Kuhschelle, Christusaugen-Alant und Österreich-Lein. Davon leben wiederum viele Insektenarten.

Gemeinsam mit unseren Biolog*innen entdeckten die rund 20 Teilnehmer*innen im Rahmen der zweistündigen Führung zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen. Schäferin Christa Veits erzählte mehr zur Beweidung mit ihren Schafen. Neben der regelmäßigen Entbuschung ist die Beweidung für die Erhaltung der wertvollen Flächen von großer Bedeutung! Zu den beobachteten Highlights zählten die Funde mehrerer aufgehängter Schneckenhäuser der seltenen Springspinne Pellenes nigrociliatus. Im Frühsommer legt das Weibchen in den leeren Schneckenhäuser seine Eier ab. Dazu befestigt es diese mithilfe von Spinnseide knapp über dem Boden an toten Ästen oder Pflanzen. Auch ein Exemplar des seltenen Wolfsmilchschwärmers konnte gefunden werden. Auf den Wegen entdeckten wir die Nester von Schmalbienen. Auch zahlreiche Pflanzen und ihre Anpassungen an das Leben in der Steppe wurden besprochen. Ein vor kurzem geschlüpftes Wiener Nachtpfauenauge konnten die Führungsteilnehmer*innen aus nächster Nähe betrachten.

Die Aktivitäten in Gießhübl finden in Kooperation von Naturlandschätze Niederösterreich, Landschaftspflegeverein und der Gemeinde Gießhübl (sie ist Grundeigentümer) statt. Die Aktion ist ein Pilotprojekt im Rahmen der Initiative „Naturschätze: Beratungs- und Bildungsangebote für Gemeinden im NÖ Schutzgebietsnetzwerk“ im Auftrag des Landes NÖ, finanziert im Rahmen des Europäischen Landschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und der Europäischen Union.

Die Gemeinde Gießhübl ist auch wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen - an der sich bereits 25 Gemeinden und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt*innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen. Die Gemeinde hat bereits angekündigt, das erfolgreiche Projekt auch in den kommenden Jahren fortführen zu wollen.

Werde auch DU Teil unseres Netzwerks und schau bei unseren zahlreichen Führungen und Pflegeterminen vorbei. Nähere Infos findest du hier.