Goldruten-Management in Kaltenleutgeben

Gruppenfoto des Goldruten-Bekämpfungs-Teams. © LPV/Steiner
Die Freiwilligen beim Entfernen der Goldrute. © LPV/Steiner
Die Freiwilligen beim Entfernen der Goldrute. © LPV/Steiner
Die Freiwilligen beim Entfernen der Goldrute. © LPV/Steiner

Bei der Kanadischen Goldrute handelt es sich um eine invasive, nicht heimische Pflanze. Sie ist extrem konkurrenzstark und breitet sich massiv aus, wodurch andere Arten verdrängt werden. Daher braucht es gezielte Pflegeeinsätze, um sie wieder loszuwerden. In Kaltenleutgeben führen wir im Bereich der Kaltenleutgebener Straße sowie bei der ehemaligen Zementfabrik jährlich Anfang September einen solchen Pflegeeinsatz durch.

Heute waren vier Freiwillige vor Ort. Die Goldruten wurden händisch oder mit dem Krampen möglichst mit den Wurzeln entfernt. In Bereichen, wo die Goldruten schon sehr dichte, geschlossene Bestände gebildet hat, konnten durch die beschränkten Ressourcen nur die Blüten entfernt werden. Somit wird zumindest ein weiteres Aussamen verhindert. Die Blüten wurden mitgenommen und fachgerecht im Restmüll entsorgt. Es ist wichtig Neophyten nicht im Biomüll zu entsorgen, da dieser im Verlauf des Verarbeitungsprozess  wieder ausgebracht werden kann, wodurch die Neophyten dann verbreitet werden würden. Die jährliche Wiederholung von Pflegeeinsätzen in Kaltenleutgeben zeigt schon positive Ergebnisse. Über die Jahre ist die Kanadische Goldrute im Einsatzgebiet weniger geworden.

Warum ist es so wichtig Neophyten-Management zu betreiben und dies auch außerhalb von Schutzgebieten durchzuführen?
Invasive Neophyten wie die Kanadische Goldrute verdrängen andere Arten, wodurch die Biodiversität verringert wird. Auch außerhalb von Schutzgebieten ist es wichtig die Biodiversität zu erhalten, da es auch dort seltene und gefährdete Arten gibt. Weiters soll die generelle Ausbreitung der Goldrute durch gezielte Managementmaßnahmen verringert werden, sowohl in angrenzende Schutzgebiete, als auch in angrenzende Siedlungsbereiche.