My Nature Floridsdorf - Wiesen erleben am Bisamberg

Das Sensenmähen mit Heinz Peikert von Stepping Woods machte den Schüler*innen besonders viel Spaß. © LPV/Reimoser-Berger
Die Schüler*innen der 2d der NMS Jochbergengasse. © LPV/Reimoser-Berger
Die Schüler*innen der 2a der VS Schumpeterweg. © LPV/Sabek
Bei Gerhard Desbalmes von den Umweltspürnasen gab es lebende Kaulquappen zu sehen, eine Krötenfütterung zu beobachten und eine Blindschleiche und eine Ringelnatter zum Anfassen. © LPV/Sabek
Das Sensenmähen mit Heinz Peikert von Stepping Woods machte den Schüler*innen besonders viel Spaß. © LPV/Reimoser-Berger
Das Heu wurde zu traditionellen Heumandln aufgehängt. © LPV/Sabek
Bei Gerhard Desbalmes von den Umweltspürnasen gab es lebende Kaulquappen zu sehen, eine Krötenfütterung zu beobachten und eine Blindschleiche und eine Ringelnatter zum Anfassen. © LPV/Sabek
Jeder durfte - mit Hilfe von Heinz - selbst versuchen ein Stückchen Wiese mit der Sense zu mähen. © LPV/Reimoser-Berger
Die Kröte zu berühren war für viele Kinder eine große Überwindung. © LPV/Reimoser-Berger

Im Rahmen des Projekts „My Nature Floridsdorf“ erforschten heute die 2a und 2b der VS Schumpeterweg, sowie die 2d und 3c der NMS Jochbergengasse die artenreichen Wiesen am Bisamberg. Der erlebnisreiche Vormittag war in verschiedene Stationen gegliedert, welche die Klassen abwechselnd besuchten.

Das Sensenmähen mit Heinz Peikert von Stepping Woods machte den Schüler*innen besonders viel Spaß. Hier erfuhren sie, wie die Wiesen früher gemäht wurden und dass auch heute besonders steile Hänge noch mit der Sense gemäht werden müssen. Im Anschluss durfte jedes Kind mit Hilfe von Heinz selbst versuchen ein Stückchen Wiese mit der Sense zu mähen. Eine Station beschäftigte sich mit den Wiesenprodukten. Die Schüler*innen entdeckten die Unterschiede zwischen Heu, Stroh und Silage und besprachen die ökologischen und tiergesundheitlichen Vorteile der Heufütterung. Bei Gerhard Desbalmes von den Umweltspürnasen gab es lebende Kaulquappen zu sehen, eine Krötenfütterung zu beobachten und eine Blindschleiche und eine Ringelnatter zum Anfassen. Viel Zeit stand für das Erforschen der Wiesen am Bisamberg zur Verfügung. Auf den Wiesenflächen konnten die Kinder mit Becherlupen Insekten und Spinnentiere suchen. Beim Erstellen eines Wiesen-Klebebilds machten sich die Schüler*innen mit den unterschiedlichen Blumen und Gräsern vertraut und entdeckten die Vielfalt der Wiese.

Bisamberg, Falkenberg und die Alten Schanzen am nördlichen Rand von Wien sind wahre Naturjuwele. Sie beherbergen nicht nur eine große Vielfalt an Insektenarten, sie zählen sogar zu den tagfalterreichsten Gebieten in Wien. Auch seltene Pflanzenarten wie der Schwärzende Geißklee oder das Steppen-Windröschen kommen hier noch vor. Damit das so bleibt, brauchen die besonderen Wiesen und Trockenrasen allerdings Pflege. Ansonsten wachsen sie mit Büschen und Bäumen zu und die seltenen Tiere und Pflanzen verschwinden.

Aus diesem Grund haben wir in Kooperation mit dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien und der Abteilung Stadt Wien - Umweltschutz das naturpädagogische Projekt „My Nature Floridsdorf“ ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts werden Schulen aus Floridsdorf aktiv in die Erhaltung der biologischen Vielfalt in ihrem Bezirk eingebunden. Sie bekommen nicht nur eine erlebnisreiche Naturführung, sondern helfen auch aktiv mit, die wertvollen Wiesen und Trockenrasen, die vom Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien betreut werden, von Gehölzen zu befreien.

Im Herbst heißt es Take Action! Dann werden die Schulklassen wieder zu Astschere und Säge greifen und aktiv mithelfen die biologische Vielfalt zu erhalten.

Finanziert wird das Projekt mit Unterstützung von Stadt Wien (Abteilung Stadt Wien - Umweltschutz) und Europäischer Union über das Österreichische Programm für Ländliche Entwicklung 2014 bis 2020. Wichtiger Projektpartner ist außerdem das Busunternehmen Dr. Richard, das die Schüler*innen mit Busverbindungen zum Bisamberg bringt.

Floridsdorf ist Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen - an der sich bereits 22 Gemeinden und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt*innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen. Magst auch DU helfen, die wunderbare biologische Vielfalt der Region zu erhalten: Dann mach mit bei einem unserer zahlreichen Pflegetermine. Alle Führungen und Pflegetermine findest du hier.