Pflegetermin Osterluzeiböschungen in Pfaffstätten

Mit Pflöcken und kleinen Täfelchen mit QR-Code werden die Besucher*innen über wertvolle Böschungen und ihre Pflege informiert. © LPV/Steiner
Vorsichtiges händisches Ausschneiden der Gehölze auf der Schmetterlings-Böschung © LPV/Steiner
Bürgermeister Christoph Kainz besuchte das Freiwilligen-Team und bedankte sich für das Engagement © Peter Artner
Der seltene Osterluzeifalter kommt an der Thermenlinie nur mehr in Pfaffstätten vor.  © A.Mrkvicka
Die Osterluzei mit den giftigen Raupen des Osterluzeifalters. © A.Mrkvicka
Die fleißigen Freiwilligen beim Pflegetermin in Pfaffstätten © LPV/Steiner
Mit der Plane wird das Schnittgut abtransportiert © LPV/Steiner
Schmetterlingsböschung nach der händischen Pflege© LPV/Steiner
Schmetterlingsböschung nach der händischen Pflege © LPV/Steiner
Die Freiwilligen Helfer*innen mit dem Schnittgut © LPV/Steiner

In Pfaffstätten gibt es in der Weinbaulandschaft einige Böschungen an denen sowohl die Osterluzei als auch der seltene Osterluzeifalter vorkommen, dessen Raupen ausschließlich die giftige Osterluzei fressen. Die relativ konkurrenzstarke Osterluzei ist als ursprüngliche Aupflanze nährstoffreiche Böden gewohnt und verträgt auch mehrjährige Brachezustände. Werden die Böschungen dann allerdings von Sträuchern zu stark überwachsen verschwindet sie.

Beim Pflegetermin mit sechs unserer Praktikant*innen und angeleitet von Manuel galt es nun die aufgekommenen Sträucher händisch vorsichtig auszulichten. Mit Freischneider oder Mähgerät ist die Gefahr zu groß, die Schmetterlingspuppen zu zerstören. Mit Garten- und Astscheren wurden Sträucher wie zB. Hartriegel, Liguster, Brombeere aber auch vereinzelte Rosen und Schlehen entfernt. Es wurde darauf geachtet, dass die Streuschicht nicht „beschädigt“ oder gestört wird. Einzelne Sträucher wurden gezielt und deutlich sichtbar stehen gelassen, um das Befahren des Böschungsstreifens mit Traktoren oder Autos zu verhindern, denn dadurch würden die Puppen zerstört werden.

Ein besonderes Augenmerk wurde neben der Förderung der Osterluzei auf den Erhalt von vereinzelt stehenden kniehohen Weiß- und Schlehdorn-Büschen gelegt. Dort legen der Segelfalter und zahlreiche andere Schmetterlinge ihre Eier ab.

Für ein kurzes Gespräch mit dem Bürgermeister Christoph Kainz über die schönen Naturjuwele rund um Pfaffstätten blieb auch noch Zeit. Er bedankte sich für den engagierten Einsatz für die biologische Vielfalt in Pfaffstätten.