Pflegeeinsatz mit Pfadfinder*innen auf der Schweizerwiese

Die Pfadfinder*innen aus Bad Vöslau und Gainfarn unterstützten die Wiederherstellung der wertvollen Schweizerwiese in Bad Vöslau. © LPV/Temel
Kurze fachliche Einführung durch die Biolog*innen des LPV. © LPV/Temel
Ausgabe des Werkzeugs - zur Auswahl standen Rechen, Astschere oder Säge. © LPV/Temel
Zusammenrechen des Schnittguts - voller Einsatz für die Schweizerwiese in Bad Vöslau. © LPV/Temel
Das Schnittgut wurde auf Planen geladen und in Teamarbeit an den Flächenrand getragen. © LPV/Temel
Zusammenrechen des Schnittguts - voller Einsatz für die Schweizerwiese in Bad Vöslau. © LPV/Temel
In den Randbereichen der Schweizerwiese wurden Hartriegel, Liguster und Co. geschnitten, um den wertvollen Feuchtwiesen-Pflanzen und -Tieren wieder mehr Platz zu geben. © LPV/Temel
Abtransport des Schnittguts zum Flächenrand - dort wird es von der Gemeinde Bad Vöslau abgeholt. © LPV/Temel
Abtransport des Schnittguts zum Flächenrand - dort wird es von der Gemeinde Bad Vöslau abgeholt. © LPV/Temel
Auslichten einer kleinen Gehölzinsel in der Wiesenmitte. Weißdorn, Rosen und einige Schlehen blieben als Strukturen (z.B. als Ei-Ablageplätze für Schmetterlinge) erhalten. © LPV/Temel
Voller Einsatz - trotz Schneefall - für die Schweizerwiese in Bad Vöslau. © LPV/Temel
Zusammenrechen des Schnittguts - voller Einsatz für die Schweizerwiese in Bad Vöslau. © LPV/Temel
Den Pfadis machte die Naturschutz-Arbeit sichtlich Spaß. © LPV/Temel
Abtransport des Schnittguts zum Flächenrand - dort wird es von der Gemeinde Bad Vöslau abgeholt. © LPV/Temel
Abtransport des Schnittguts zum Flächenrand - dort wird es von der Gemeinde Bad Vöslau abgeholt. © LPV/Temel
Teamwork - gemeinsamer Einsatz für die wertvollen Tiere und Pflanzen der Schweizerwiese. © LPV/Temel
Die Säge kam bei dickeren Gehölzen zum Einsatz. © LPV/Temel
Voller Einsatz - trotz Schneefall - für die Schweizerwiese in Bad Vöslau. © LPV/Temel
Das Schnittgut wurde auf Planen geladen und in Teamarbeit an den Flächenrand getragen. © LPV/Temel
Teamwork - gemeinsamer Einsatz für die wertvollen Tiere und Pflanzen der Schweizerwiese. © LPV/Temel
Ein Baumstamm, der auf die Fläche gefallen war, wurde in Teamarbeit am Flächenrand deponiert. Dort kann er von Totholzbewohnern besiedelt werden und stört nicht bei der notwendigen Mahd. © LPV/Temel
Schwerstarbeit. © LPV/Temel
Gemähte Fläche der Schweizerwiese vor dem Pfadi-Einsatz. © LPV/Temel
Gemähte Fläche der Schweizerwiese nach dem Pfadi-Einsatz. © LPV/Temel
Randbereiche der Schweizerwiese vor dem Pfadi-Einsatz. © LPV/Temel
Randbereiche der Schweizerwiese nach dem Pfadi-Einsatz. © LPV/Temel

Die Schweizerwiese in Bad Vöslau ist eine der letzten hochwertigen Restflächen einer ehemals großen Feuchtwiesenlandschaft am Übergang der Thermenlinie zum Wiener Becken. Hier gibt es Raritäten wie Feuchtwiesen-Prachtnelke, Pannonische Platterbse, Weidenblatt-Alant und Breitstirnige Plumpschrecke. Nach dem Gewinn der Brennnessel - Österreichs größtem Naturschutzpreis der Naturschutzstiftung Blühendes Österreich -  für das Projekt "Wiederherstellung Schweizerwiese" wird die wertvolle Fläche nun seit Anfang 2020 wiederhergestellt. Einige Maßnahmen erfolgen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung, so auch der heutige Pflegetermin bei dem uns die Pfadfinder*innen aus Bad Vöslau und Gainfarn unterstützten.

Nach einer kurzen fachlichen Einführung durch unsere Biolog*innen Bianca und Andreas griffen über 30 Pfadfinder*innen aller Altersstufen hoch motiviert zu Rechen, Astschere und Säge. Jene Teile der Schweizerwiese, die bereits im Vorfeld von unserem LPV-Team mit dem Balkenmäher gemäht wurden, wurden von den Pfadis zusammengerecht. Das Schnittgut wurde auf Planen geladen und in Teamarbeit an den Flächenrand getragen. Dort wird es von der Stadtgemeinde Bad Vöslau abgeholt. Im Rahmen des Pflegeeinsatzes entbuschten die engagierten Helfer*innen auch einige Randbereiche: Blutroter Hartriegel, Liguster und Co. wurden geschnitten, um den wertvollen Feuchtwiesen-Pflanzen und -Tieren wieder mehr Platz zu geben. Auch eine kleine Gehölzinsel in der Wiesenmitte wurde ausgelichtet, wobei Weißdorn, Kleinblüten-Rose und einige Schlehen als Strukturen (z.B. als Ei-Ablageplätze für Schmetterlinge) erhalten blieben. Ein abgestorbener Baumstamm, der auf die Fläche gefallen war, wurde mit vereinten Kräften am Flächenrand deponiert. Er ist als ganzer Stamm wesentlich wertvoller für seltene Totholzbewohner, als in kleinen Stücken. Am Wiesenrand behindert er die Mahd nicht und ist gleichzeitig wichtiger Lebensraum.

Wir danken allen freiwilligen Helfer*innen der Pfadfindergruppen Gainfarn und Bad Vöslau herzlich für die Mitarbeit! Ihr seid ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen - an der sich bereits 25 Gemeinden, 2 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt*innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.

Das Projekt wird durch den Naturschutzpreis "Die Brennnessel" der Naturschutzstiftung Blühendes Österreich finanziell unterstützt. Ein weiterer bedeutender Anteil wird durch die Stadtgemeinde Bad Vöslau finanziert, die auch Grundeigentümer ist.

Alle Naturinteressierten sind am 23. Juni 2022 um 18 Uhr herzlich zu einer Naturführung auf der Schweizerwiese mit den Biolog*innen des Landschaftspflegevereins eingeladen. Der Eintritt ist frei. Treffpunkt ist das nordwestliche Ende des Schilfwegs (Bad Vöslau).