Pflegetage im Herrngras in Moosbrunn

Freiwillige beim Mähgut-Rechen
Freiwillige mit Motorsense und Rechen
Erholungs-Pause am Mähgut-Haufen
Freiwillige mit Zwergmaus-Nest
Freiwilliger mit Balkenmäher
Gruppenfoto Freiwillige beim Landschafts-Pflegetermin
Gruppenfoto Freiwillige beim Landschafts-Pflegetermin
Gruppenfoto Freiwillige beim Landschafts-Pflegetermin
Freiwillige beim Mähgut-Rechen
Freiwilliger im Schilf
Freiwillige beim Mähgut-Rechen
Freiwillige mit Motorsense
Freiwillige bei der Feuchtwiesen-Pflege
Freiwillige beim Tragen von Mähgut
Mann bei der Landschaftspflege.
Putzen des Balkenmähers.

Das Herrngras in Moosbrunn ist ein Feuchtgebiet mit Niedermoorflächen, Mähwiesen und einem bemerkenswerten Repertoire an unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten im Natura 2000-Gebiet Feuchte Ebene - Leithaauen. So kommt dort beispielsweise das Moor-Wiesenvögelchen vor, eine der seltensten Tagfalterarten Österreichs. Abgesehen vom Vorkommen in Moosbrunn wurde es österreichweit nur an einem Standort in Vorarlberg nachgewiesen. Auch botanische Raritäten wie Sumpf-Gladiole, Feuchtwiesen-Prachtnelke, Gewöhnliche Simsenlilie oder Kanten-Lauch gedeihen in diesem herausragenden Naturgebiet.

Da das Areal stellenweise sehr nass und der Boden dadurch weich ist, wurden die durchnässten Teilbereiche im Herrngras seit über 40 Jahren nicht mehr gemäht und waren teils stark verschilft und mit Gehölzen bestockt - eine Bedrohung für die empfindlichen Feuchtwiesenarten. Nach der langen Bewirtschaftungspause wurden Teil-Flächen im Herrngras erstmals 2019 vom LPV wiederhergestellt und seither jährlich gepflegt.

Nach den erfolgreichen Einsätzen 2019, 2020 und 2021 rückten wir heuer zwischen 8. und 10. August mit insgesamt 18 Freiwilligen aus. Ausgerüstet mit Balkenmäher, Rechen, Motorsense, Krampen und mit vollem Einsatz unserer Kräfte mähten wir drei Tage lang das Schilf auf der Fläche. Das Mähgut wurde zusammengerecht, auf Planen gesammelt und an den Flächenrändern deponiert. Zusätzlich zu der Mahd wurden kleine Bestände der invasiven kanadischen Goldrute ausgehackt, ausgerissen und fachgerecht entsorgt d.h. in den Restmüll zur Verbrennung gegeben.

Das sommerliche Schneiden des Schilfs ist wirksam, um das Schilf zu schwächen, da viele Nährstoffe noch nicht - wie im Winter - ins Rhizom zurückgezogen wurden. Durch das Zusammenrechen des Schnittguts entstehen freie Bodenstellen, die ein neues Zuhause für seltene Feuchtwiesenarten werden.

Eine große Hilfe bei der anstrengenden Arbeit war - neben unserem Balkenmäher - die Motorsense, die uns dankenswerterweise von der Gemeinde Moosbrunn für drei Tage zur Verfügung gestellt wurde. Überbringer war Gerhard Hauser (Bürgermeister im Ruhestand), der uns am Mittwoch zusätzlich tatkräftig bei der Feuchtwiesenpflege unterstützte und eine Goldrutenbrache außerhalb des Herrgrases mähte, um das Aussamen dieser invasiven Pflanze zu verhindern.

Am Dienstag erwartete unsere Freiwilligen eine besondere Überraschung: Ernst Spitzbart vom ORS, einem Tochterunternehmen des ORF, gab eine spannende Führung über die Kurzwellen-Sendeanlage.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Freiwilligen und Kooperationspartner*innen für ihren Einsatz und hoffen auch in der Zukunft auf tatkräftige Unterstützung!

Die Pflege-Maßnahmen im Herrngras in Moosbrunn werden von der Naturschutzstiftung Blühendes Österreich über das FLORA-Programm finanziell unterstützt. Sie finden in fachlicher Kooperation mit der NÖ Schutzgebietsbetreuung statt.