Pflegetermin am Symposion Lindabrunn in Enzesfeld-Lindabrunn

Ausgerüstet mit Astschere, Krampen, Handsäge und Motorsäge wurden die wertvollen (Halb)Trockenrasen des Symposions von Gehölzen befreit. © Manfred Digruber
Die zahlreichen freiwilligen Helfer*innen beim Pflegeeinsatz beim Symposion in Lindabrunn. Erfreulicherweise unterstützten uns auch heuer wieder 38 Freiwillige. © LPV/Drozdowski
Blutroter Hartriegel wurde ausgehackt, zahlreiche Gehölze mit Astscheren bodennah abgeschnitten und dickere Stämme mit der Motorsäge entfernt. © Manfred Digruber
Beim Symposion in Lindabrunn bilden Natur und Kultur eine harmonische Einheit. © Manfred Digruber
Das Pflanzenmaterial wurde auf Planen gesammelt und an den Flächenrand transportiert. Dort wird es von der Gemeinde abgeholt. © Manfred Digruber
Voller Einsatz für die biologische Vielfalt in Enzesfeld-Lindabrunn. © LPV/Fischer
Große Kuhschelle - bereit zur Blüte. © Manfred Digruber
Vor dem Start der Arbeiten wurden alle Büsche, die stehen bleiben sollen, mit Absperrband markiert. Das sind z.B. ausgewählte Eichen, denn am Symposion gibt es besonders viele seltene Eichen-Gallwespen. Hier: Andricus quercustozae. © Manfred Digruber
GRin Elisabeth Zottl-Paulischin und GR Stefan Rabl, die sich seit langem für die Erhaltung des wertvollen Natur-, Kultur- und Erholungsgebiets engagieren, freuten sich über die vielen Teilnehmer*innen und legten sich selbst tatkräfig ins Zeug. © Manfred Digruber
Die Landschaftspflege erhält nicht nur die herausragende biologische Vielfalt am Symposion in Lindabrunn, sondern macht auch großen Spaß. © LPV/Temel
Voller Einsatz für die biologische Vielfalt in Enzesfeld-Lindabrunn. © Manfred Digruber
Das Pflanzenmaterial wurde auf Planen gesammelt und an den Flächenrand transportiert. Dort wird es von der Gemeinde abgeholt. © LPV/Fischer
Besonders groß war die Freude, wenn es gelang Gehölze samt Wurzelstock auszuhacken. © LPV/Fischer
Einige Föhren wurden mit der Motorsäge entfernt, um mehr Platz für die wertvollen Trockenrasenarten zu schaffen. © LPV/Fischer
Besonders groß war die Freude, wenn es gelang Gehölze samt Wurzelstock auszuhacken. © LPV/Fischer
Während der Arbeiten konnten erste Wildbienen entdeckt werden. © LPV/Fischer
Schwarze Kuhschelle (Pulsatilla pratensis ssp. nigricans). © LPV/Fischer
Große Kuhschelle (Pulsatilla grandis). © LPV/Drozdowski
Nach getaner Arbeit stärkten sich die Helfer*innen mit köstlichen Schnitzel- bzw. Käse-Semmeln, die von der Gemeinde bereitgestellt wurden. Der VSL stellte Getränke zur Verfügung.© Manfred Digruber
Voller Einsatz für die biologische Vielfalt in Enzesfeld-Lindabrunn. © Manfred Digruber
Voller Einsatz für die biologische Vielfalt in Enzesfeld-Lindabrunn. © Manfred Digruber

Das Symposion in Lindabrunn ist an der Thermenlinie nach der Perchtoldsdorfer Heide das zweitgrößte großflächig zusammenhängende Trockenrasengebiet mit zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten wie Große Kuhschelle, Frühlings-Adonis, Österreich-Kranzenzian, Gelb-Lein, der seltenen Quendel-Schnecke und der erst kürzlich entdeckten Gelb-Leinbiene. Neben der - seit 2020 von uns fachlich betreuten - Beweidung mit Schafen und einzelnen Ziegen durch Schäferin Claudia Wolf ist eine regelmäßige Entbuschung für die Erhaltung des Gebiets von großer Bedeutung.

Erfreulicherweise unterstützten uns auch heuer wieder 38 Freiwillige beim Pflegetermin. Mit dabei waren zahlreiche Vertreter*innen der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn, des Vereins Symposion Lindabrunn (VSL) und diesmal auch des Team Aktiv von Global 2000.  Vor Start der Arbeiten gab es eine kurze fachliche Einführung durch unsere Biolog*innen. Dann ging es auch schon los: ausgerüstet mit Astschere, Krampen, Handsäge und Motorsäge wurden die wertvollen (Halb)Trockenrasen des Symposions von Gehölzen befreit. Vorher wurden alle Büsche, die stehen bleiben sollen, mit Absperrband markiert. Das sind z.B. Felsenkreuzdorn, Schlehe als wichtige Raupen-Futterpflanze für div. Schmetterlingsarten und ausgewählte Eichen, denn am Symposion gibt es besonders viele seltene Eichen-Gallwespen. Blutroter Hartriegel wurde ausgehackt, zahlreiche Gehölze mit Astscheren bodennah abgeschnitten und dickere Stämme mit der Motorsäge entfernt. Das Pflanzenmaterial wurde auf Planen gesammelt und an den Flächenrand transportiert. Dort wird es von der Gemeinde abgeholt.

GRin Elisabeth Zottl-Paulischin und GR Stefan Rabl, die sich seit langem für die Erhaltung des wertvollen Natur-, Kultur- und Erholungsgebiets engagieren, freuten sich über die vielen Teilnehmer*innen. Auch Vizebürgermeister Alexander Schermann packte selbst mit an und bedankte sich nach getaner Arbeit mit köstlichen Schnitzel- bzw. Käse-Semmeln. Der VSL sorgte für Getränke.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen freiwilligen Helfer*innen. Ihr seid ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen - an der sich bereits 25 Gemeinden, 2 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt*innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.

Der Pflegetermin fand in Kooperation von Landschaftspflegeverein, Verein Symposion Lindabrunn und Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn statt. Die Pflege der Trockenrasen in Enzesfeld-Lindabrunn wird von der Gemeinde finanziell unterstützt.

Alle Naturinteressierten sind am 25. Mai 2022 um 18:00 Uhr herzlich zu einer Naturführung mit den Biolog*innen des Landschaftspflegevereins eingeladen. Der Eintritt ist frei. Treffpunkt Parkplatz Hernsteinerstraße.

Magst auch DU helfen, die wunderbare biologische Vielfalt der Region zu erhalten: Dann mach mit bei einem unserer zahlreichen Pflegetermine. Alle Führungen und Pflegetermine findest du hier.