Erst vor 10 Tagen wurde das neue, wunderschöne Kinderbetreuungszentrum am Fuße der Gießhübler Heide mit einem großen Festakt eröffnet. Seit der Kindergarten dort eingezogen ist, nennt er sich sehr stimmig "Heide-Kindergarten". Bürgermeister Dr Johannes Seiringer und das Team des Kindergartens, allen voran Leiterin Christa Schön, setzten sich daher aus gutem Grund dafür ein, dass der Kindergarten auch Naturpark Kindergarten wird. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverein als Kooperationspartner im Bereich Bildung des Naturpark Föhrenberge, wurde das Projekt voran getrieben und heute war es dann endlich so weit - die feierliche Prädikatisierungsveranstaltung fand unter Beisein einiger Ehrengäste statt: Martin Schuster, Obmann des Naturpark Föhrenberge, Thomas Rupp, Vorstandsmitglied Verein Naturparke Niederösterreich, Julia Friedlmayer, GFin Verband Naturparke Österreich, Abgeordnete zum NÖ Landtag Marlene Zeidler-Beck in Vertretung von LHFrau Johanna Mikl-Leitner und Abgeordneter zum NÖ Landtag Peter Gerstner in Vertretung von Landesrat Susanne Rosenkranz freuten sich, den ersten Naturpark Kindergarten des Naturpark Föhrenberge willkommen zu heißen.
Die Kinder hatten sich im Vorfeld schon auf das Fest vorbereitet und waren mit selbstgebastelten, herbstlichen Kronen geschmückt. Auch ein Lied wurde einstudiert, das mit großer Freude vorgesungen wurde. Vielen Dank an die Pädagoginnen, die hier so großes Engagement gezeigt haben. Wir freuen uns schon darauf mit ihnen und den Kindern in den nächsten Jahren die artenreichen Gießhübler Heide und andere Naturschätzen im Naturpark Föhrenberge zu entdecken.
Der Naturpark Föhrenberge, die Gemeinde Gießhübl und der Heide-Kindergarten sind ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen - an der sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.
Naturpark Kindergärten
Kinder in einem Naturpark-Kindergarten/Hort haben die Chance, so früh wie möglich eine positive, emotionale Bindung zur Natur zu bekommen. Biodiversität darf nicht nur ein abstrakter Begriff sein, sondern soll sinnlich erlebt werden. Fühlen, riechen, schmecken sind die Methoden, die den jüngsten Mitgliedern unserer Gesellschaft die Natur näher bringen. Naturpark-Kindergärten/Horte leisten besonders wichtige Bildungsarbeit für die Jüngsten, die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: Naturerfahrungen haben positive Auswirkungen auf die seelische und körperliche Entwicklung von Kindern, festigen ihren Selbstwert, fördern das Bewusstsein für die eigene Umwelt. Und das Allerbeste: Der Kontakt mit der Natur macht schlicht Spaß und Freude!
In NÖ gibt es derzeit 43 Naturpark-Schulen und 22 Naturpark-Kindergärten.
Naturpark Föhrenberge
Der Naturpark Föhrenberge wurde 1969 gegründet und umfasst 6.600 ha wertvoller Natur- und Kulturlandschaft inmitten des Biosphärenpark Wienerwald. Die Föhrenberge bezeichnen ein ausgedehntes Waldgebiet des Karbonat-Wienerwaldes, das von Mödling bis zum Südrand von Wien reicht. Charakteristisch sind die schirmförmigen Schwarzföhren („Paraplui-Bäume“). Die vielfältigen Wälder werden durch weitläufige Trockenrasen-Gebiete wie z.B. die Gießhübler Heide und die Perchtoldsdorfer Heide und Wiesen-Gebiete wie die Seewiesen ergänzt.
Mit seinen 17 Naturpark Mitgliedsgemeinden zählt der Naturpark Föhrenberge zu einem der bevölkerungsreichsten Naturparke Österreichs. Ein besonderes Anliegen ist daher, den Erhalt und den Schutz der wertvollen Kultur- und Naturlandschaft in Einklang mit der Nutzung durch die Bevölkerung zu bringen. Eine wichtige Grundlage hierfür ist intensive Bewusstseinsbildung.
In Österreich gibt es 48 Naturparke mit einer Fläche von ca. 600.000 ha, in denen wertvolle Lebensräume für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt gesichert werden sollen. Gesetzliches Ziel der Naturparke ist der Schutz einer Landschaft in Verbindung mit deren Nutzung. Das Prädikat „Naturpark“ wird nur charakteristischen Natur- und Kulturlandschaften verliehen, denen ein Schutzgebiet zugrunde liegt.
Elke Weisz-Emesz, Landschaftspflegeverein












