Pflege Naturdenkmal Trockenrasen in Tattendorf

Freiwillige pflegen Trockenrasen in Tattendorf
Gruppenfoto
Freiwillige schneiden Gehölze mit Astscheren zurück
Freiwilliger mit Krampen
Freiwillige mit Schnittgut auf Plane
Freiwillige pflegen Naturdenkmal
Praktikantin mit Astschere
Freiwillige pflegen Trockenrasen
Älterer Herr mit Astschere
Praktikantin bei der Trockenrasenpflege
Bei der Pflege
Naturdenkmal Trockenrasen
Naturdenkmal Trockenrasen

Nach einem arbeitsreichen Vormittag in Oberwaltersdorf und Ebreichsdorf ging es nach dem Mittagessen für eine größere Gruppe in Tattendorf weiter. Insgesamt zehn Helfer:innen engagierten sich dort für die Pflege des Naturdenkmals Trockenrasen. Mit dabei waren vier Freiwillige sowie zwei Praktikantinnen und vier Biolog:innen des LPV. Auch dieses Jahr durften wir uns wieder über die fachliche und praktische Unterstützung von Otto Moog (Vize-Obmann des Kultur- und Verschönerungsvereins Tattendorf sowie Mitinitiator des Naturdenkmals) freuen. 

Trotz seiner überschaubaren Größe von 4.745 m² beeindruckt das Naturdenkmal Trockenrasen durch eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Bis zu 1.500 Tier- und Pflanzenarten kommen hier vor. Damit dieser wertvolle Lebensraum erhalten bleibt, müssen die Flächen regelmäßig gepflegt werden. Bis 2022 wurden Teilflächen von einem örtlichen Landwirt gemäht, seit 2023 hat der LPV diese Aufgabe übernommen. Seit diesem Jahr wird die Fläche erstmals mit Schafen beweidet. Die Beweidung soll die bisherige Pflege künftig ergänzen und dazu beitragen, den Gehölzaufwuchs und die Verfilzung der Grasnarbe einzudämmen.

Beim heutigen Pflegeeinsatz wurden aufkommende Gehölze wie Schlehen (Prunus spinosa), Liguster (Ligustrum vulgare) und Blutroter Hartriegel (Cornus sanguinea) mit Krampen und Astscheren zurückgedrängt, da die Schafe diese Gehölze nicht verbeißen. Durch das Entfernen der Gehölze bleiben offene und besonnte Bereiche erhalten, die für viele spezialisierte Trockenrasenarten wichtig sind. Durch das Zusammenspiel von Beweidung und gezielten Pflegeeingriffen können unterschiedliche Strukturen entstehen und erhalten bleiben, von denen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten profitieren.

Wir bedanken uns herzlich bei allen freiwilligen Helfer:innen für ihren tatkräftigen Einsatz und bei Otto Moog für seine langjährige Unterstützung und sein wertvolles Fachwissen. Die Pflege des Naturdenkmals wird von der Gemeinde Tattendorf finanziell unterstützt. Auch die Agrargemeinschaft Tattendorf ist ein wichtiger Partner bei den Erhaltungsmaßnahmen.

Alle freiwilligen Helfer:innen, die Gemeinde Tattendorf, die Berg- und Naturwacht Thermenregion-Ost und der Kultur- und Verschönerungsverein Tattendorf sind ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region – unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an dem sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.

Möchtest auch Du aktiv die biologische Vielfalt unserer Region erhalten? Dann schau gern bei unseren nächsten Pflegeterminen und Exkursionen vorbei – weitere Informationen findest Du hier.

Der Bericht wurde unter Mithilfe von Hannah Kriegshaber, Praktikantin LPV, erstellt.