Trockenrasenpflege in der Einöde in Pfaffstätten

Freiwilliger recht Schnittgut zusammen
Gruppenfoto
Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila)
Praktikant:innen mit Rechen und Mistgabeln
Fläche mit Schnittgut
Helfer:innen rechen Schnittgut zusammen
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Bei der Arbeit.
Schnittguthaufen
Smaragdeidechse (Lacerta viridis) bei der Häutung
Fläche nach der Pflege

Bei bestem Wetter machten sich heute vier unserer Praktikant:innen auf den Weg in die Marktgemeinde Pfaffstätten, in den Ortsteil Einöde, um gemeinsam mit Grundeigentümer, langjährigem Partner und seit einigen Jahren LPV-Mitglied Karl Berger Schnittgut von einem wertvollen (Halb)Trockenrasen zu entfernen. Die zahlreichen Gebüschaustriebe inkl. Brombeeren waren vor einigen Wochen noch bei Kälte von Mitarbeitern der Österreichischen Bundesforste AG im Auftrag des Biosphärenpark Wienerwald Managements mit dem Freischneider geschnitten worden.

Ausgerüstet mit Rechen und Mistgabeln machte sich die kleine Gruppe daran, die Gehölze und Gräserfilz zusammenzurechen. Die ehemalige Weinbergsfläche bietet heute zahlreichen Trockenrasenarten wie Frühlings-Adonis (Adonis vernalis) und Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila) einen wertvollen Lebensraum. In diesen nährstoffarmen und artenreichen Ökosystemen spielt die Entfernung des Schnittguts eine zentrale Rolle: Durch das Abtragen werden dem Boden Nährstoffe entzogen, gleichzeitig werden offene Bodenstellen geschaffen, wodurch die Biodiversität langfristig erhalten bleibt. Das Schnittgut kann nur händisch abgeräumt werden, um Fauna und Flora zu schonen.

Während der Arbeiten kamen auch Naturbeobachtungen nicht zu kurz: Ein Highlight war der Fund einer Östlichen Smaragdeidechse (Lacerta viridis), die es sich unter dem Schnittgut gemütlich gemacht hatte. Auch ein Segelfalter (Iphiclides podalirius) stattete der Gruppe einen kurzen Besuch ab.

Nach einer entspannten Mittagspause mit toller Aussicht und Sonnenschein ging es motiviert weiter. Schon bald formte die Gruppe das Schnittgut zu einer großen Walze und rollte es den steilen Hang hinunter. Unten angekommen, schichteten die Helfer:innen das Material auf einem großen Haufen am Rand der Fläche. Ein neuer Unterschlupf für Smaragdeidechse & Co ist so auch gleich entstanden.

Dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten konnte ein Großteil des Schnittguts von der Fläche entfernt und wieder Platz für zahlreiche Trockenrasen-Arten geschaffen werden.

Die freiwilligen Helfer:innen und Grundeigentümer:innen wie Kalr Berger sind ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region – unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an dem sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen. 

Werde auch Du Teil unseres Netzwerks und schau bei unseren zahlreichen Exkursionen und Pflegeterminen vorbei. Nähere Infos findest Du hier.

Der Bericht wurde unter Mitarbeit von Laura Wollny, Praktikantin LPV, erstellt.